Lemberger
Hierbei handelt es sich um eine zwischen Portugieser und Burgunder stehenden Rotweinsorte.
Verbreitung: Deutschland (961 ha), hauptsächlich Württemberg, in Rotweingebieten Versuchsanbau. Hauptanbaugebiet Österreich (3 050 ha), im Vöslau, im Burgenland (Bismarckwein von Pöttelsdorf),Tschechien (1450 ha), Italien (200 ha), Ungarn, Kroatien. Vermutlich handelt es sich um eine alte österreichische Sorte, die seit dem 18. Jh. Bekannt ist und von Robert Schlumberger aus Bad Vöslau verbreitet wurde. Mit dem Blauen Portugieser gelangte diese Rebsorte über Johann Philipp Bronner um 1840 nach Deutschland. Die Triebspitze ist hellgrün, glänzend und wenig behaart. Das Blatt ist groß, robust, dunkelgrün, fünfeckig und fast ungelappt. Der ungleichmäßige Blattrand ist grob gezähnt. Die meist lockere Traube ist mittelgroß und geteilt. Die mittelgroße, runde, dunkelblaue Beere mit fester Schale ist im Geschmack süß bis herb und fruchtig. Die Rebe ist Starkwachsend und robust, jedoch wegen frühem Austrieb Maifrostempfindlich. Der Ertrag wird durch ihre Neigung zur Verrieselung begrenzt. Die Geringe Empfindlichkeit der Beeren gegen Botrytis erlaubt späte Lese und Gewinnung markanter, in der Jugend feinfruchtiger, säurebetonter Weine mit langer Haltbarkeit. Passend zu kräftigen Speisen. Weitere Bezeighnungen für diese Rebe sind Blauer Limberger, Blaufränkisch, Crna frankovka (Kroatien), Kekfrankos (Ungarn) und Frankonia (Italien). | |||
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