Grauer Burgunder (Pinot Gris)
Der Grauer Burgunder ist eine Burgunderrebe mit rotgrauen Trauben für markante Weißweine.
Verbreitung: Im Hauptverbreitungsgebiet Deutschland (2 523 ha) besitzt Baden (1467 ha) die größte Anbaubedeutung. Weitere Anbaugebiete sind: Pfalz (454 ha), Rheinhessen (351 ha) und Nahe (100 ha). Frankreich (900 ha), Elsaß (600 ha) am bedeutendsten. Österreich (400 ha), Schweiz (132 ha), Luxemburg (80 ha), Ungarn, Norditalien (2200 ha) und in Übersee und Neuseeland sind weitere Anbaugebiete. Vor der Traubenreife ist diese Rebe schwer vom Blauen Spätburgunder und Weißen Burgunder unterscheidbar. Die Trauben sind je nach Reife grau- bis blaurot, mittelgroß, walzenförmig bis geschultert und sehr dichtbeerig. Die Beeren sind rund bis länglich, gedrückt, dünnhäutig und im Geschmack saftig und würzig. Als Eßtraube ist sie wenig geeignet. Die Rebe hat einen aufrechten Wuchs und und ist wenig anfällig gegen Krankheiten und Frost. Wegen dem dichtem Beerenstand besteht allerdings Gefahr durch Botrytis. Bei günstigem Wetter erhält man sehr hohe Reifegrade. Diese Rebe bringt unterschiedlichste Weine hervor, die bei sehr früher Lese leicht und spritzig (Pinot Grigio, Kabinett), bei großer Reife schwer, ölig mit sortentypischem Holzton (Grauer Burgunder) oder edelsüße Dessertweine (Auslese und höher, Ruländer) sein können. Daher empfiehlt sich der Genuß leicht als Schoppen, zu Vorspeisen und Fisch, kräftig zu Braten und eventuell Wild und edelsüß als Aperitif oder zum Dessert. Bekannt ist die Rebe auch als Pinot Gris, Ruländer, Tokay d`Alsace, Malvoisie (Frankreich, Westschweiz), Pinot Grigio (Italien) und Szürkebarat (Ungarn). ![]() | |||
™De Weinschenker2006 | |||