Gewürztraminer
Diese Rebsorte ist eine Spezialsorte für hochreife Bukettweine. Wie bei vielen alten Sorten werden auch beim Traminer Parallelen zur Antike gesucht und seine Heimat in Südosteuropa vermutet, obwohl die Abstammung von mitteleuropäischen Wildreben nicht ausgeschlossen werden kann.
Ampelographisch sind der Rote Traminer und der Gewürztraminer nicht unterscheidbar. Ersterer bringt mehr Ertrag und weniger Aroma. so dass die Unterschiede ertragsbedingt sein können. Die Triebspitze ist stark weiß-rot filzig behaart. Ihre Blätter sind klein, rundlich, oft breiter als lang und meist dreilappig. Die Oberseite ist blasig und wenig behaart, während die Unterseite stark filzig behaart ist. Die Nerven sind rötlich, wollig bis borstig behaart und der Blattrand wechselnd stumpf gezähnt. Sie besitzt kleine bis mittelgroße Trauben, die dichtbeerig gedrungen sind. Die Beeren sind klein, rund bis länglich, grau bis braunrot und haben eine dicke Schale. Ihr Geschmack ist saftig, süß mit an Rosen erinnerndem Aroma. Die Ansprüche, die an Boden und Lage gestellt werden, sind hoch, da sie zur Verrieselung neigt und Abbauerscheinungen (Reisigkrankheit) zeigt. Ansonsten gibt es keine besonderen Empfindlichkeiten. Die Reife ist mittel bei hohen Zuckergehalten, der Ertrag niedrig. Die Weine werden geprägt von Rosenduft und Würze und Harmonieren trocken gut zu markanten Terrinen, Fleischspeisen und Käse. Edelsüß wird er eher als Aperitif, zu Käse oder zum Dessert empfohlen. Andere Vertreter dieser bekannten Rebenfamilie sind Clevner, Klävner, Christkindlestraube, Dreimänner, Dreipfennigholz, Fleischroth, Kleiner Traminer, Kleinwiener, Kleinbraun, Roter Nürnberger (Deutschland), Savagnin Rose, Fromenteau Rouge, Gentil Rose Aromatique (Frankreich), Termeno Aromatico (Italien), Livora cervena, Drumin Ljbora, Princt cerveny (Tschechien), Tramini Piros, Fermentin Rouge (Ungarn), Crevena Ruziva (Kroatien), Mala Dinka (Bulgarien). ![]() | |||
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