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| Wein und Gesundheit
Zie voor meer artikelen: Wijn en gezondheid Umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, wie viele Erkrankungen durch mäßigen, aber regelmäßigen Weingenuß positiv beeinflußt und das Wohlbefinden gesteigert werden kann. Beschwerdelinderung durch Weingenuß erhalten insbesondere Patienten mit folgenden Erkrankungen: Abmagerung, Untergewicht, Altersschwäche, Blutarmut, Augenkrankheiten, Blasenentzündung, Blutplättchenkrankheit, Blähungen, Darmerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Fieber, Gallensteine, Gicht, Grippe, Hämorrhoiden, Nervenschwäche und Depressionen, Nierenerkrankungen, verzögerte Rekonvaleszens, Schlafstörungen und Verstopfung Wein und seine Inhaltsstoffe Wein enthält die Vitamine A, B1, B2, B6, Folsäure, Vitamin C, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Jod, Phosphor und Chlor. Das richtige Maß Bekannt ist "allein die Dosis macht das Gift". Für Frauen empfehlen sich 1-2, für Männer 2-3 Gläser Wein zum Essen. Wer jedoch regelmäßig mehr trinkt, bringt sich wieder schnell um die Positiveffekte eines regelmäßigen, aber moderaten Weingenusses. Einfluß von Wein auf das Herz-/Kreislaufsystem Forschungsergebnisse von 1996 heben besonders die Positveffekte der Barrique-ausgebauten Rotweine hervor. Insbesondere Barrique-Rotweine (in Eichenholzfässern gelagert) senken die Sterblichkeit an Herz-/Kreislauferkrankungen. Es konnte nachgewiesen werden, wie die Durchblutung der Herzkranzgefäße durch Barrique-Rotweine gesteigert wird. Daher profitieren vor allem Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit vom moderaten Genuß der Barrique-Rotweine. Außerdem senkt Wein den Spiegel des Gerinnungsstoffes Fibrinogen im Blut ab. Das Aneinanderhaften der Blutplättchen wird reduziert. Dadurch reduziert sich auch die Thromboseneigung, dieBildung von kleinen Blutgerinnseln in den Blutgefäßen wird vermindert. Die 1998 veröffentlichte "Mainzer Weinstudie" der Deutschen Weinakademie zeigt jetzt eindeutig einen Vorteil des Weißweines gegenüber dem Rotwein, was den Herzschutz anbelangt. Weißwein erhöht ebenfalls das "gute, schützende HDL-Cholesterin" und senkt das "schlechte LDL-Cholesterin". Ein hoher HDL-Cholesterin-Wert ist somit als Schutzfaktor vor Herzerkrankungen anzusehen. Durch Wein wird zudem die Herzarbeit ökonomisiert, und der Sauerstoffbedarf des Herzens reduziert. Zusammenfassend läßt sich nach den neusten Forschungsergebnissen feststellen, daß der Weißwein in seiner gesundheitfördernden Wirkung dem Rotwein nicht nachsteht, und das Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen deutlich mehr senkt als Rotwein. Bei einem Genuß von zwei Gläsern Wein reduziert sich das Risiko für einen Myocardinfarkt um 47%, für Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung) sogar um 56% gegenüber dem Risiko eines Abstinenzlers. Wein und die Positiveinflüsse auf das hormonelle System Wein stimuliert die Tätigkeit von Hormondrüsen im Körper. So werden z. B. Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse und auch die Sexualdrüsen in ihrer Funktion angeregt. Moderater Weingenuß steigert ausserdem den Östrogenspiegel und mindert so das Risiko einer Osteoporose der Frau. Anregende Wirkung des Weines Wein gilt nicht nur als Wegbereiter zwischenmenschlicher Beziehungen, sondern er aktiviert in geringen Dosen auch das gesamte Nervensystem. So wird die Gehirndurchblutung verbessert und die Gehirnzellen mit mehr Sauerstoff versorgt. Wein steigert außerdem die Konzentration von Serotonin im Gehirn. Serotonin steuert u.a. Gedächtnissfunktionen, Appetit, Impulsivität und Gefühlsregungen. Eine antidepressive Wirkung von Wein kann somit angenommen werden. Wein und Verdauung Schon die Römer und Griechen wußten um die verdauungsfördernde Wirkung von Wein. Im Verdauungstrakt wird die Bildung der zur Verdauung notwendigen Säfte angeregt. Besonders alte Menschen, die oft zuwenig Magensäure haben, profitieren von der wohltuenden Wirkung des Weines, der somit besonders die Eiweißverdauung fördert. Wein und Niere Im Vergleich zu Bier, Tee und Kaaffe kann Wein das Risiko an Nierensteinen zu erkranken am besten senken. Milch, Wasser und Orangensaft zeigten keinen Einfluß auf die Bildung von Nierensteinen, Apfel- und Grapefruitsaft erhöhen das Nierensteinrisiko jedoch signifikant. Wein und Bewegungsapparat Mäßiger, aber regelmäßiger Weingenuß läßt die Knochendichte ansteigen, regt den Calciumstoffwechsel an, fördert die Muskelleistung sowie die Durchblutung. Wein und Haut Der Stoffwechsel der Haut wird angeregt. Lokal werden Entzündungen gehemmt, die Wundheilung gefördert, adstringierende, blutstillende, bakterienhemmende, bakterientötende,wundreinigende Wirkungen des Weins werden beschrieben. Hildegard von Bingen über den Wein Auch die heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) lobte schon die Heilwirkung des Weines. Einen besonderen Stellenwert aber hatte für sie der gelöschte Wein. Sie schrieb über den Wein: "Der Wein ist nämlich das Blut der Erde und ist in der Erde, wie das Blut im Menschen und hat eine Art von Gemeinschaft mit dem Blut des Menschen, befördert deshalb seine Wärme, wie ein mit größter Geschwindigkeit sich drehendes Rad aus der Blase zum Mark hin und versetzt dies in gewaltige Hitze, so daß nun dasselbe Mark in dem Blut die Glut des Lustverlangens zuteil werden läßt. Deshalb soll ein Mensch, der sehr guten, starken Wein trinken will, diesen mit Wasser vermischen, damit seine Kraft und Wärme etwas vermindert und gemäßigt wird... Jegliche Nahrung und alle Getränke soll man in geziemender Weise, nicht zu warm und mäßig genießen, damit der Mensch nicht durch die verschiedenartigen, in ihnen erhaltenen Säfte geschwächt wird und seine Natur nicht in schädlicher Lust über ihr Maß hinausgeht... Auch der einen gesunden Körper hat, soll sich doch im Essen und Trinken in acht nehmen, damit er gesund bleibt... Der Wein heilt und erfreut den Menschen mit seiner gesunden Wärme und seiner Kraft." Die berühmte Heilerin und Äbtissin Hildegard von Bingen spricht in ihren Werken dem Wein besondere Heilwirkung zu. Schon damals erkannte sie die Positiveffekte von Wein für Herz-/Kreislauferkrankungen und empfahl den Genuß desselben auch bei Krebs und Abwehrschwäche, Rheuma und Gicht, in der Frauenheilkunde und bei Hauterkrankungen. In den von ihr ausgearbeiteten Kuren und Basisdiäten empfiehlt sie u.a. bis zu 2 l gelöschten Wein. Der gelöschte Wein wird als Antimelancholikum, als stärkstes Mittel gegen Stimmungsschwankungen, Deppressionen, Streß und Schlafstörungen empfohlen. Er galt als gutes Distanzmittel bei Aufregung. Hierzu schreibt Hildegard von Bingen: "Wenn irgendein Mensch zum Zorn oder zur Trauer bewegt wird, soll er rasch Wein auf dem Feuer warm machen, ihn mit wenig kaltem Wasser mischen und ihn trinken. So wird der Rauch der Rauch der Schwarzgalle, der in ihm zum Ausbruch des Zornes sich erhoben hat, in Schranken gehalten." Rezept für den gelöschten Wein: 200 bis 250 ml qualitativ guten Rot- oder Weißwein bis zur Blasenbildung kräftig aufkochen, 1 min. kochen lassen, dann mit 20 -50 ml kaltem Wasser löschen und warm schluckweise trinken. Zur Streßbeseitigung hat sich diese Mittel bestens bewehrt. Bei starken Stimmungsschwankungen und Depressionen kann man bis zu einem Liter in einer Thermosflasche aufbewahren und den Wein über den Tag verteilt schluckweise trinken. Selbstverständlich kann der gelöschte Wein auch genossen werden, wenn er erkaltet ist. Umfangreiche Untersuchungen zum gelöschten Wein wurden mit Riesling verschiedener Jahrgänge aus dem Winzerhaus "Hans Stich den Buben" Baden-Baden-Steinbach durchgeführt. Wie erwartet zeigte sich hier eine Reduktion des Alkoholgehaltes in Abhängigkeit von der Dauer des Erhitzens. Säure und Restzuckergehalt bleiben bei einer maximalen Siededauer von bis zu 3 min. nahezu unverändert. So erklärt es sich, daß der ursprüngliche Charakter des Weines in seinen Grundzügen voll erhalten bleibt. Entscheidend für die Heilwirkung des gelöschten Weines ist unter anderem auch die Wärmezufuhr für den Körper des Erkrankten. Warme Getränke sind Energiespender, stärken und fördern die Nierenfunktion. Wein ist eine Arznei und sollte auch wie eine solche dosiert werden. Sowohl das Alte, wie auch das Neue Testament beziehen eindeutig Stellung zum Genuß von Wein. Im Alten Testament waren die Israeliten angehalten, Wein mit auf die Reise zu nehmen, er denen zugute komme, die ermüdet und entkräftet waren. Lukas beschreibt in Kapitel 21, Vers 34 "nehmt Euch in acht, daß Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags nicht verwirren". Jesus Christus selbst hat Wasser zu Wein verwandelt. Daraus wird deutlich, der Genuß von Wein ist erwünscht, allein auf das richtige Maß kommt es an. Zum Wohle! Literatur: 1. Flesch, M. et al.: Köln 1997, P80, Seite 101, Medizinische Klinik, Kurzfassungen der Vorträge und Poster des 103. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, Wiesbaden 1997. 2. Groenbaek, M. et al.: BMJ 1995, 310: 1165, Sterblichkeit nach Konsum von Wein, Bier und Spirituosen. 3. Harding, R., London, Wiesbaden 1997: Moderate alcohol consumption: scientific findings and consequences for health policy. 4. Jung, K.: Mäßig aber regelmäßig, Wein ein Schutzfaktor für die Gesundheit, Seite 4 f, Deutsche Weinakademie, Mainz 1996. 5. Jung, K.: Gesund mit Wein, Deutsche Weinakademie, Mainz 1996. 6. Klatsky, A.L.: Wine consumption and mortality: a. U-shaped curve: recent results in research. 103. Internistenkongress, Wiesbaden 1997. 7. Jung, K.: Mainzer Weinstudie, Deutsche Weinakademie 1998. 8. Ingelheim, Graf von F.-A., Swoboda I.: Heilen und Vorbeugen mit Wein. 9. Bingen von H.: Ursachen und Behandlung von Krankheiten. 10. Strehlow, W.: Hildegard von Bingen - Das Gesundheitsprogramm, Magen und Darmleiden. 11. Worm M.: Wein ein Mittel der Präventivmedizin, Symposium Deutsches Herzzentrum Berlin am 14. Juni 1997, aus Info Deutsche Weinakademie. | |||
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