Cru's, zo als Fleurie zorgen voor aansprekende wijnen in de Beaujolais.
De Voortzetting in de Beaujolais-krisis of Rendezvous met de terroir. Het heeft de indruk, als of de consequente reorganisatie's in de Beaujolais nog net op tijd: het zou kunnen, dat deze regio in de volgende jaren promoveert naar elegante, finesserijke wijnen! De voorwaarden zijn er. Steekwoorden: Zie aan het eind van het artikel. Zum zweiten Mal fanden sie in diesem Jahr statt, die Frühjahrsverkostungen für Fachbesucher. Anlässlich der "Rendezvous Beaujolais" konnten an fünf Veranstaltungsorten, im Château de Pizay, in Villié-Morgon, in Corcelles, Fleurie und Crèches-sur Saöne, mehr als 2.000 Weine verkostet werden. Nicht nur der herausragende Jahrgang 2005 stand zur Probe, auch die spannendsten Weine aus 2003 und 2004 wurden ausgeschenkt. Die Winzer aus der Appellation Chénas hatten sogar etliche Raritäten aus den Jahrgängen 1999, 200O und 2001 mitgebracht und dem jeweiligen Terroir zugeordnet. Guter Beaujolais ist, so zeigte sich hier, keine Erfindung der jüngsten Zeit. Aus nur einer einzigen Rebsorte (99 % der 22.500 ha sind mit Gamay bepflanzt) kelterten die Winzer des Beaujolais schon früher Terroirweine par excellence: Sie müssen uur noch entdeckt werden! ![]() Um die einzigartige Vielfalt des Terroirs weiß auch Michel Bosse-Platière. Der Präsident des Weinwirtschaftsverbandes "Inter Beaujolais" ist dennoch nicht wirklich glücklich, wenn er die derzeitige Situation der Winzer, Genossenschaften und Négociants beschreibt. "Es gibt eine Krise, die wir aber überwinden werden", gab Bosse-Platière auf dem Empfang aus Anlass der "Rendez-vous Beaujalais" zu. Über die aktuelle Situation des vergleichsweise kleinen Anbaugebiets lässt er auch sonst niemanden im Unklaren. "Die meisten Vergraucher würden nicht einmal merken, wenn es das Beaujolais nicht mehr gäbe. Es ist also höchste Zeit, etwas zu tun." Tatsächlich sind die Probleme nicht zu übersehen, denn nicht nur auf dem Inlandsmarkt hinkt der Absatz des Beaujolais Nouveau, früheren Erfolgen hinterher. Auch auf den meisten Exportmärkten tut sich jener Wein schwer, der traditionell ab dem dritten Donnerstag im November an die Kunden verkauft werden darf. Obwohl der Nouveau-Export gen Japan im Jahr 2004 einen historischen Höchststand erreichte und die Russen 2005 stolze 46% mehr vom jungen Beaujolais kauften, machen sich die Winzer keine Illusionen. Sowohl in der Schweiz als auch in den USA oder in Großbritannien verlor der Nouveau in den letzten Jahren immer mehr an Boden. Und in Deutschland waren die Einbrüche besonders deutlich (siehe "Beaujolais und der deutsche Markt"). Schwer taten sich in den vergangenen Jahren allerdings auch die übrigen Appellationen des Beaujolais, die Verluste erstrecken sich über alle Preis- und Qualitätskategorien, reichen vam Beaujolais AOC über Villages bis zu den renommiertesten Crus. Es wäre ein Fehler, das Problem des Beaujolais auf den Nouveau zu reduzieren. ![]() Kurswechsel und neues Selbstbewusstsein Es spricht für die Winzer, Kellereien und Genossenschaften des Beaujolais, dass sie die Probleme nicht beklagen, sondern offensiv angehen. Selbst vor heiligen Kühen schrecken die Verantwortlichen nicht zurück: So wurde die Beaujolais-Nouveau-Kampagne 2005 erstmals nicht mehr unter das traditionelle, fast schon sprichwörtliche Motto "Le Beaujolais Nouveau est arrivé" gestellt. Von nun an heißt die Aktion im November "It's Beaujolais Nouveau time". Doch damit nicht genug. N ach langen Beratungen entschied sich "Inter Beaujolais" für ein langfristig orientiertes Maßnahmenpaket bis zum Jahr 2020. Zum ersten Mal in der Geschichte des Beaujolais trafen sich im Sommer 2004 mehr als 850 Winzer, Weinhändler, Vertreter von Genossenschaften und Kellereien. Michel Bosse- Platière - als Vertreter des Handels - sowie Ghislain de Longeville - für die Winzerseite - stellten ein Konzept vor, dass in 29 Punkten ein neues Selbstverständnis für die Region begründen solI. Imageförderung heißt eine der wichtigsten Maßnahmen. Durch verstärkte Kontrollen im Weinberg soll die Qualität der Weine weiter verbessert werden, neue Rebsorten wie Gamaret befinden sich in der Erprobung. Eine der wichtigsten Maßnahmen aber betrifft den Begriff Beaujolais selbst. Auf den Cru-Etiketten, so die neue Regelung, steht inzwischen nicht nur der Name der Appellation wie Morgon, Moulin à Vent oder Regnié. Auf jeder Flasche muss deutlich die Bezeichnung "Cru du Beaujolais" zu lesen sein, um den Verbrauchern zu zeigen, dass es im Beaujolais auch anderes zu entdecken gibt als Nouveau. Eine sinnvolle und wichtige Maßnahme, die auch dem Fachhandel das Argumentieren vereinfachen wird. Besinnung auf die Stärken: Terroir und alte Reben. Zum "neuen Beaujolais" gehören auch moderne Weinbereitungsmethoden. In der krise sind Ideen besonders gefragt, also erproben nicht nur die Verbände, sondern auch viele Erzeuger Varianten der traditionellen macération carbonique. Eine an die Kohlensäuremaischung anschließende alkoholische Gärung - die so genannte semi-carbonique, die schon mal acht Tage oer länger dauern kann - erbringt auch heim Gamay flair à jus blanc (so der voIlständige Name der Rebsorte) erstaunlich dunkle Weine, die viel Frucht und Fülle zeigen. "Es gibt auch eine Reihe Winzer, die ihre Weine ohne Filtration ausbauen oder mit natürlichen Hefen arbeiten", bestätigt Michel Deflache. Der Verzicht auf Chaptalisierung ist ebenfalls längst kein Spleen Einzelner mehr, und der Ausbau in Barrique verleiht so manchem Beaujolais Struktur. Viele Winzer allerdings verzichten ausdrücklich auf Holz und schaffen es dennoch {oder vielleicht gerade deshalb), das Terroir der Weine herauszuarbeiten. Die meist im traditionellen Gobeletschnitt erzogenen und dicht über der Erde wachsenden Reben erreichén nämlich nicht selten ein Alter von 30 und mehr Jahren - viele der Top-Cuvées werden sogar aus knorrigen Pflanzen gewonnen, die 60, 75 und gar über 100 Jahre in den Wurzeln haben. Eine so1che Dichte an alten Rebstöcken ist in kaum einem anderen Anbaugebiet Frankreichs zu finden - und immer mehr Winzer im Beaujolais spielen die Trumpfkarte Terroir.
Oude wijnstokken zorgen voor karaktervolle terroir-wijnen.
Während der "Rendez-vous Beaujolais" war zu schmecken, was aus Prestigelagen wie Moulin à Vent oder von dem berühmten Hügel von Morgon, der aus Eruptivgestein entstandenen Cote du Py, an mineralischen Tropfen gewonnen werden kann. Selbst innerhalb eines einzigen Crus, so erfuhren die staunenden Verkoster während der "Rendez-vous Beaujolais", unterscheiden sich die Lagen fundamental. Während die eine Parzelle mehr Kalkanteile enthält, dominiert bei der anderen Granit; hier sind die Steine durch einen hohen Eisenoxidanteil eher rötlich gefárbt, dort ist die oberste Bodenschicht feinkömiger und lockerer. Auch Wasserversorgung und Hangneigung tragen dazu bei, dass zwischen Lyon im Süden und Màcon im Norden eine schier unglaubliche VielfaIt an Weinen gedeiht. Zum Terroir-Bewusstsein kommt immer öfter die Begrünung der Weinberge: Auch der ökologische Ansatz gehört zum neuen Kurs des Beaujolais. Und noch etwas zeigt das gestiegene Selbstbewusstsein der Beaujolais-Winzer, das Gefühl des Jetzt-erst-rechts: Mit Begeisterung zeigen die Winzer ihre gereiften Wene und beweisen, dass guter Beaujolais auch gelagert werden kann. Nicht nur die während der "Rendez-vous" gereichten reifen Chénas zeigten sich in einem perfekten Zustand, selbst ein "einfacher" Villages muss nicht binnen der ersten beiden Jahre seines Lebens getrunken werden, wenn er entsprechend vinifiziert wurde. Winzer Christian Béréziat, mit den "Dix Vins" einer der Sieger der Beaujolais-Verkostung steIlte sogar einen 1994er Beaujolais Villages auf den Tisch. Eine angestaubte Flasche, die nach dem Entkorken verführerisch nach reifen Kirschen, Trüffeln und Laub duftete - und sich ebenso würzig wie kraftvoll präsentierte. Auch so kann Beaujolais, einer der Weine mit dem besten Preis-Qualitäts-Verhältnis weit und breit, schmecken!
Domaine Franck et Nicole Juillard, Juliénas.
Franck Juillard ist ein wenig im Stress. An einem sonnigen Frühlingstag wie diesem ist Rebenschneiden angesagt. Außer den Lagen in Juliénas besitzen Nicole und Franck Juillard auch ParzeIlen in Saint-Amour, gerade mal zwei Kilometer entfernt: insgesamt neun Hektar. Oberhalb der Weinberge entsteht gerade der neue Keiller. Die alten Gebäude am Rande van Juliénas hatten sich als zu klein erwiesen, der urige Gewölbekeller dient nun nicht mehr dem Ausbau der Weine, sondern nur noch als romantische Verkostungs-Location. Ausgeschenkt wird hier auch der Beaujolais blanc, nur in geringen Stückzahlen abgefüllt. "Aber nach dem gibt es eine gute Nachfrage", erzählt Franck, der freilich auch beim roten van beachtlichen Exporterfolgen erzählen kann. "In Belgien hat mal ein Händler an einem Wochenende 600 Flaschen van mir verkauft", lächelt der Winzer.
Domaine de la Cour Profonde, Chiroubles.
"Der Cour Profonde, der tiefe Hof", lacht Cyril Revollat und deutet auf das Pflaster vor der Verkostungsstube, "das ist dieser hier". Ansonsten hat der Name der neun Hektar Rebfläche umfassenden Domaine keine besondere Bedeutung - er soll sich einfach nur abheben van der Vielzahl an Weingütern links und rechts, die schlicht unter ihrem Familienna men rangieren. Die Erzeugung van Chiroubles und Morgon (Nouveau wird nicht gekeltert) hebt sich freilich kaum ab van den üblichen Praktiken, der Ausbau erfolgt meist im Tank. "Nur einen kleinen Teil lassen wir auch im Barrique reifen", erzählt Patricia Revollat, die für die Weinbereitung verantwortlich zeichnet. Vielleicht ist es diese Unaufgeregtheit, diese traditionelle Sorgfalt, welche so typisch ist fürs Beaujolais. Im Ausland scheint man das Weingut jedenfalls noch nicht so recht wahrgenommen zu haben. "Wir exportieren leider nur sehr wenig", bedauert Cyril. Aber das könnte sich ja bald ändern: bei dieser Qualität! Marc Bertrand, Präsident der Cave de Bel-Air, kennt sich aus. "ja, es gibt da und dort im Beaujolais noch ein paar Rebstöcke van Aligoté oder Pinot gris." Doch die spielen auch bei den 230 Erzeugern der Cave des Vignerons, die 546 ha Rebfläche bewirtschaften, keine Rolle mehr- der weiße Beaujolais - hier aus chardonnay erzeugt - ist auch bei der Cave vor den Toren van Belleville nur ein Nischenprodukt: allerdings eines, das immer mehr Liebhaber findet. In den letzten Jahren hat die Cave kräftig in neue StahItanks investiert, die Rebfläche erhöhte sich binnen fünf Jahren um mehr als 14 ha. Der Grund für den Erfolg? Neben dem Beaujolais Nouveau versucht sich die Genossenschaft mit Lagenweinen zu profilieren. Van den zehn Crus des Beaujolais bietet man sechs an, Primus inter pares ist der Brouilly, dessen berühmten Mittelpunkt - den 483 Meter hohen Hügel Mont Brouilly - man vom Gelände der Kellerei aus bewundern kann.
EXPORT
Beaujolais und der deutsche Markt. Michel Deflache; Direktor des Weinwirtschaftsverbandes "Inter Beaujolais", spricht nicht nur fließend deutsch, er kennt auch den deutschen Markt ausgezeichnet. Doch was heißt hier Markt. Das einstige Exportland Nr. 1 ist ein einziger Problemfall - und hat diesen Titel ohnehin längst an Japan verloren; sogar in der Schweiz wurde im vergangenen jahr mehr Beaujolais getrunken als in der Bundesrepublik. Nach einem Einbruch 2004 ging es auch 2005 weiter bergab, die Ausfuhren sanken um rund 22%. "Beaujolais hat in Deutschland ein Imageproblem", gibt Deflache ohne Zögern zu, "der Absatz von Nouveau hat erheblich abgenommen". Einst stürzten sich die Verbraucher auf den fruchtigen, so herrlich unkomplizierten Jungwein, der irgendwann mit dem Beaujolais gleich gesetzt wurde. Doch obwohl das Problem beim Jungwein am deutlichsten wird - auch die übrigen Weine der Region verzeichnen seit Jahren Verluste. Dem solt auch die Zusammenarbeit mit dem Weinbauverband Mosel-Saar-Ruwer entgegenwirken. "Beaujolais ist oft ein bisschen wie Elbling", schwärmt Deflache, "Leicht zu trinken, ein perfekter Alltagswein. "Das gemeinsame Marketing ist global angelegt: Beaujolais-Winzer sind bei Mosel-Präsentationen mit dabei, Moselaner bei den "Rendez-vous", auch in Japan treten die beiden Verbände zusammen auf, "Die Kooperation funktioniert sehr gut", so Deflache. Wer in diesem jahr nicht zu den "Rendezvous Beaujolais" nach Frankreich reisen konnte, wird 2007 die Gelegenheit haben, eine Fülle von Beaujolais hier zu Lande kosten zu können. Denn dann werden die "Rendez-vous" in Form einer Fachausstellung in Deutschland stattfinden. Darüber hinaus realisiert Inter Beaujolais auch im laufenden Jahr Verkaufsförderungsmaßnahmen für die deutschen Händler. Dass es noch ein langer Weg ist, bis all die Vorzüge des Beaujolais dem deutschen Weintrinker nahe gebracht sind, weiß auch Deflache. Eine leichte Erholung der Cru-Exporte im vergangenen Jahr könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Endlich mal een unkomplizierter Jahrgang! 2003 waren die Weine bemerkenswert gelungen, doch hatten Trockenheit und Hitze den Reben zu schaffen gemacht. Im Jahrgang 2004 dann gab es schon mal Probleme mit der Vinifizierung. 2005 allerdings reiften die Trauben praktisch überall aus, die Weine präsentieren sich mit für Gamay überraschend' intensiver Farbe. Die während der Rendez-vous Beaujolais, verkosteten Fassproben zeigten sich fast ausnahmslos in einem verführerischen, viel versprechenden Zustand. Die vergleichsweise geringe Erntemenge - ca. 1,18 Mill. Hl - kommt den Beaujolais-Erzeugern angesichts der Exportprobleme gerade Recht. Steekwoorden: Barrique Beaujolais AOC Beaujolais blanc Beaujolais Nouveau Belgien Belleville Bertrand Marc Bosse-Platière Michel Bosse-Platière Michel Béréziat Christian carbonique Cave des Vignerons de Bel-Air Chateau de Pizay Chiroubles Corcelles Cote du Py Crèches-sur Saöne Cru du Beaujolais Deflache Michel Deflache Michel Dix Vins Domaine de la Cour Profonde Domaine Franck et Nicole Juillard Gamay Gobelet Inter Beaujolais It's Beaujolais Nouveau time Juliénas Le Beaujolais Nouveau est arrivé Longeville de Ghislain Lyon Màcon Morgon Moulin à Vent Négociants Nouveau Preis-Qualitäts-Verhältnis Regnié Rendezvous Beaujolais Revollat Cyril Revollat Patricia Saint-Amour Terroir Top-Cuvées Village Villié-Morgon Weinbauverband Mosel-Saar-Ruwer | |||
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