Wijndagboek met uitvoerlijke, duidelijke beschrijvingen
van werkzaamheden in de wijngaarden
Overzicht aanmerkingen, berichten, beschrijvingen Duitse wijnen en Duitse wijnhuizen
1ste van 6 deelen: De eerste Riesling en wijn oogsten
Deel 2: Snijden, buigen en binden
Deel 3: De wijnlagen en onweer met hagel
Deel 4: Uitdunnen of de "groene oogst" en planten van Franse Spätburgunder
Deel 5: Nog meer "Groene oogst" en "Buigen en Binden"
Deel 6: Wie ein Wein wird, was er ist
Ihre Vorliebe für deutschen Wein entdeckte die in Hamburg lebende Journalistin Junko Iwamoto vor drei Jahren bei einem der international renommiertesten Winzerbetriebe. Ihre Aufzeichnungen dokumentieren ihre Eindrücke während eines Praktikums im rheinhessischen Framersheim.
Das “Tagebuch” besticht unter anderem durch seine präzisen Beschreibungen der Arbeiten im Weinberg
“Mein erster Riesling strahlte wie ein wolkenloser Sommertag”
Meine erste Erfahrung mit einem Wein von Rheinhessen machte ich im Frühsommer 1998. Es war ein Riesling vom Framersheimer Zechberg, und diese Ortsbezeichnung - heute würde ich von –Lagebezeichnung- sprechen sagte mir damals rein gar nichts.
Ich glaube, zu dieser Zeit hatte ich es mir schon zur angenehmen Gewohnheit gemacht, täglich Wein zu trinken. In der Nähe meines Büros gab es seinerzeit ein portugiesisches Feinkostgeschäft. Deshalb begann meine kleine Wein-Weltreise mit portugiesischen Gewächsen, um dann über Weine aus Spanien, Frankreich, Italien und Südtirol den großen Sprung nach Kalifornien und dann weiter nach Südamerika zu machen.
Von dort aus ging es in einem großen Bogen über die Weine Australiens zu denen Südafrikas, urn schließlich bei den deutschen Gewächsen zu landen. Dabei merkte ich bald, dass deutsche Weine, auf die ich also zuletzt verfiel - obwohl ich doch schon seit 15 Jahren in Deutschland lebte -, die größte Anziehungskraft auf mich auszuüben begannen. Und darunter vor allem die Rieslinge.
Zur Herkunft des Rieslings, Deutschlands traditionellster und repräsentativster Rebsorte, gibt es die verschiedensten Theorien. Eine davon besagt, er stamme von einer am Rhein beheimateten Wildrebsorte ab, eine andere vermutet, es handele sich bei ihm um eine ursprünglich französische Traube, die im neunten Jahrhundert an den Rhein gebracht worden sei. Aber sicher ist bisher nur eins - keine dieser Theorien ist gesichert.
Mein erster »Riesling« war von solcher Leichtigkeit und so kristallklar, dass mein Herz vor Begeisterung schneller schlug. Dieser Wein strahlte wie ein wolkenloser Sommertag! Nie zuvor hatte ich einen so überwältigenden Eindruck mit einem Wein erlebt. - Wer mochte wohl dieser Winzer sein, der dem Wein seinen briljanten Duft und Geschmack gegeben hatte?
Die leichte Weite wirkte erfrischend und rythmisch Anfang November jenes Jahres ergab sich für mich die Gelegenheit, einen halben Tag lang auf dem Weingut die Lese mitzuerleben. Klaus trug damals eine graue Strickmütze und eine lange, braune Plastikschürze und hatte im Keller jede Menge zu tun. Wir tauschten hei unserer ersten Begegnung nur einen kurzen Gruß, trotzdem konnte ich bei ihm den gleichen Glanz erkennen, den ich auch in seinen Weinen ausgemacht hatte. Oder besser gesagt, seine Begeisterung für das Weinmachen spiegelte sich in seinen Weinen wieder.
Die sanften, hügcligen rheinhessischen Weinberge, auf denen ich an jenem Tag zum ersten Mal stand, und der Himmel darüber kamen mir schier unendlich vor. Im Gegensatz zu den Steillagen an Mosel und im Rheingiu, die auf mich etwas bedrückendes haben, vielleicht weil sie in mir Erinnerungen an anstrengende Bergwanderungen aufkommen lassen, wirkte die leichte Weite hier auf mich erfrischend und rhythmisch. Von diesem Tag an hatte mich die Landschaft Rheinhessens in ihren Bann gezogen.
Etwa zwei Wochen später veranstaltete einer der renommiertesten Weinführer Deutschlands, der Gault Millau Wein-Guide Deutschland, seine jährliche Preisverleihung, bei der insgesamt 14 Preise verliehen werden, deren wichtigster die Auszeichnung zum Winzer des Jahres ist. Diesmal fand die Ehrung in Hamburg statt, und ich hatte die Chance, daran teilzunehmen. Auf dieser Veranstaltung traf ich Klaus wieder. In diesem jahr gewann das er die Auszeichnung zum besten trockenen Riesling des Jahres, und ich muß peinlicherweise gestehen, dass ich ersit jetzt begriff, dass das Weingut zu den zehn besten der Nation zu rechnen ist.
Beim Abschied entfuhr mir dann die Frage: “Dürfte ich vielleicht ab dem nächsten Jahr als Praktikantin auf Ihrem Weingut arbeiten? Ich habe in Hamburg viel zu tun, deshalb könnte ich pro Monat zwar nur zehn Tage kommen, aber ...” Während ich das sagte, erschrak ich über meine eigenen Worte. Wie war ich bloß auf diese Idee gekommen? Dabei hatte ich am Morgen, als ich das Haus verliess, doch überhaupt nicht an so etwas gedacht.
Und einmal vernünftig nachgedacht, wäre es doch wohl höchst unwahrscheinlich, dass man mir, der blutigen Anfängerin, die spezialisierte Arbeit auf einem Weingut anvertrauen würde ...
Klaus aber antwortete lächelnd, anscheinend ohne das geringste Zögern: “Dann erwarten wir Sie im nächsten Jahr”. Vor Freude bin ich wohl rot geworden, jedenfalls verabschiedeten wir uns damals mit einem starken Händedruck.
"Die knorrigen Rebstöcke sahen alle aus wie Drachen, die ihre Köpfe aus dem Erdreich streckten" Vor aschgrauem Himmel erstreckten sich endlose Weinberge. Die knorrigen, niedrig gehaltenen Rebstöcke sahen alle aus, wie Drachen, die ihre Köpfe aus dem Erdreich streckten.
Noch waren die Drachen aus ihrem langen und tiefen Schlaf nicht erwacht. Noch konnte man sich den Tag, an dem die Weinberge wieder grün gefärbt sein würden, überhaupt nicht vorstellen. Es war Mitte Februar 1999, als ich mit meiner Arbeit auf dem Weingut begann, und der Frühling schien mir damals noch in weiter Ferne zu sein.
Auf der linken Rheinseite, nur 30 Bahn-Minuten von Worms entfernt, liegen die Rebflächen um Flörsheim-Dalsheim von Stille umgeben wie eine Insel in der Nordsee. Aber das lag vielleicht auch nur an der Jahreszeit.
In Worms war ich in eine aus zwei Wagen bestehende Regionalbahn umgestiegen, und als dann am Zugfenster die weiten Weinberge vorbeizogen, fühlte ich mich fast wie in einem kleinen Boot, das über den großen Ozean fährt. Alleine der Anblick der Dünung der Hügellandschaft, die so ganz anders war, als die flachen Wiesen Nord Deutschlands, liess mein Herz höher schlagen.
Der Zugführer unterhielt sich, eine Schwarzbrotstulle in einer Hand, mit einigen Fahrgästen. Er schien es nicht besonders eilig zu haben. Irgendwann wurde die Strecke eingleisig, und schliesslich stieg ich an einem unbemannten Bahnhof aus, der mehr aussah wie eine Bushaltestelle.
Sechs Stunden waren vergangen, seit ich mein Hamburger Zuhause verlassen hatte. Als ich erstmals im Herbst 1998 in Flörsheim-Dalsheim gewesen war, hatte mich ein Bekannter mit dem Auto mitgenommen. Deshalb hatte ich auch keine konkreten Vorstellungen zur Länge der Fahrtstrecke und wieviel Zeit man dafür benötigt. Diesmal aber hatte ich mehrfach umsteigen müssen, und war zuletzt in einer Bahn durchgeschüttelt worden, die nur einmal in der Stunde fuhr.
Jetzt aber spazierte ich zum ersten Mal durch Flörsheim-Dalsheim, und dieser von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgebene Ortsteil gefiel mir auf Anhieb, genauso wie das kleine, gemütliche Gasthaus, das mir Klaus empfohlen hatte. Die alten Häuser mit ihrer warmen, menschlicher Haut ähnelnden Farbe kamen mir vor wie aus einem fremden Land - war ich doch an eine Stadtlandschaft aus rotem Ziegelstein gewöhnt.
Als ich am nächsten Morgen auf dem Weingut erschien, nahmen Klaus und Klaus Peter in der Küche bereits das zweite Frühstück ein, das Hans vorbereitet hatte. Nachdem sie sich so gestärkt und wieder ein wenig aufgewärmt hatten, machten sich Vater und Sohn in einem blauen VW-Bus, der aussah, als könnte er jeden Moment mit einem Knall in seine Einzelteile zerfallen, auf den Weg in den Weinberg.
"Junko, hast du ordentlich gefrühstückt?", fragte mich Klaus mit einer Geste an den Tisch einladend. In Hamburg nehme ich morgens normalerweise nur einen Milchkaffee zu mir, aber an diesem Tag hatte ich in meiner Pension schon ein üppiges Frühstück verspeist, das mir meine Gastwirtin Elisabeth gemacht hatte. "Elisabeth macht ein tolles Frühstück, nicht?" "Aber, Junko, bist du auch ordentlich angezogen?" machte sich diesmal seine Frau Sorgen um meine Kleidung.
Als ich in alten Jeans, neuen Gummistiefeln und einer Skijacke mit Kapuze zusammen mit Klaus und seinem Sohn in den blauen Kleinbus stieg, hatte ich das seltsame Gefühl, schon seit Jahren auf dem Gut zu arbeiten. Selbst der klapperige Bus kam mir sehr vertraut vor.
Ich wurde das Gefühl nicht los, als würde ich alle eine Eeuwigheid kennen. Obwohl ich hei der Ernte des vergangenen Jahres nur einen halben Tag dort gewesen war, hatten sich alle Mitglieder der Familie, die rheinhessischen Weinberge und das Gutsgebäude mit seinem gepflasterten Hof unverschens in mein Herz gebrannt.
Weinberg bewusst. Dieses Gefühl, sich in der endlosen Landschaft aufzulösen, das man in einer Großstadt wie Hamburg nicht erfahren kann, erinnerte mich daran, wie es als Kind gewesen war, durch die Wiesen zu laufen und sich ins Gras zu werfen.
Deel 2: Snijden, buigen en binden
Deel 3: De wijnlagen en onweer met hagel
Deel 4: Uitdunnen of de "groene oogst" en planten van Franse Spätburgunder
Deel 5: Nog meer "Groene oogst" en "Buigen en Binden"
Deel 6: Wie ein Wein wird, was er ist
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