"Lache - und der Wein schmeckt besser"Broken Fishplate Château Reynella Eutypa Lata Footbolt d'Arenberg Joseph Osborn Laughing Magpie Shiraz Viognier McLaren Vale Roseworthy College Sparkling d'Arenberg The Peppermint Paddock Chambourcin The Love Grass Tulloch Bij Chester Osborn, wijnmaker bij het Australische wijnhuis d'Arenberg heeft elke wijn een naam. Een zeer aparte naam. Welke filosofie is er achter de namen te zoeken? Gewoon heel eenvoudig: Pret! ! Klein: Herr Osborn, einer Ihrer Spitzen-Shiraz heisst "The Dead Arm".
Ist Ihnen heim Keltern der Arm in die Presse geraten? Chester Osborn: Nein, meine Arme sind beide noch dran. Der Name erklärt sich aus einer Rebenkrankheit, bei der Triebe absterben. Dead arm disease nennen wir diesen Pilz: Eutypa Lata. Ziemlich hartnäckig. Die taucht immer mal wieder in dem Weinberg auf, in dem wir die Trauben für diesen Spitzenwein ernten. Ein Trieb stirbt ab, dafür sind die Trauben an den gesunden Trieben konzentrierter. Warum geben Sie Ihren Weinen solche Namen? Chester Osborn: Der Hauptgrund ist der Spass. Überlegen Sie mal: Wenn Sie Freunde zu Besuch haben und Sie stellen eine Flasche Broken Fishplate auf den Tisch, dann wird erst mal gelacht. Und dann wird darüber geredet. Das ist doch prima! Wenn man lacht, dann schmeckt der Wein viel besser! Man braucht aber auch einen Haken, um sich an den Wein zu erinnern. Es gibt heute ja fast zu viele Shiraz. D'Arenberg ist für viele zu schwer auszusprechen. Also geben wir den Weinen Namen. Dead Arm, das merken sich die Leute besser und leichter als d'Arenberg.
Wie kommt es zu dem Namen Broken Fishplate?
Ist Ihnen mal der Fischteller runtergefallen? Chester Osborn: Ganz einfach: Fishplates, das sind die schuppenförmigen Elemente des Fliessbands der Erntemaschine, auf dem die Trauben transportiert werden. Im Weinberg, in dem diese Sauvignon-Blanc-Trauben wachsen, geht uns an den engen Ecken immer das Förderband kaputt. Und der Broken Fishplate paßt ausgezeichnet zu Fisch! Hat jeder Wein bei Ihnen einen Namen? Chester Osborn: Ja. In Europa heissen Weine manchmal nach Kindern der Winzer, meist aber nach alten Flur- und Lagennamen. Wie suchen Sie die Namen aus? Chester Osborn: Ich verstehe die Leute nicht, die ihren Spitzenwein "Premium" nennen. Wissen Sie, Premium ist bei mir das, was ich in meinen Tank fülle: Superbenzin. Wie kann man ein Wein bloss, Superbenzin heissen. Der Name ist aber nicht einfach nur ein Marketing-Gag.
D'Arenberg: Er hat immer einen Bezug zum Wein und drückt seine Persönlichkeit, seinen Charakter aus. Nehmen Sie den Laughing Magpie Shiraz Viognier.
Laughing Magpie nannten meine Töchter Ruby und Alicia den Kookaburra, eine australische Vogelart mit einem charakteristischen, schrillen Ruf. Kookaburra konnten sie nicht aussprechen. Eine Magpie ist eine Elster, die ist schwarz und weiß. Der Laughing Magpie eine Cuvée aus rotem Shiraz und weißem Viognier - also auch zwei Farben. Der Wein ist ganz einfach eine Laughing Magpie. "Die Namen machen den Wein viel wertiger" Lassen Sie sich alle Namen selbst einfallen ? Chester Osborn: In der Regel ja: (Lacht) Nie vor 2 Uhr morgens und nie ohne Alkohol! Im Ernst: Jeder kann Vorschläge machen, Vor zwei Jahren haben wir mal zu Weihnachten einen Wettbewerb veranstaltet, da kam ein Mitarbeiter auf den Namen ´The Love Grass´. So nennen wir ein Unkraut, das in den Weinbergen wächst, und dessen Blätter unten kleine Widerhaken haben. Wir dachten, das passt doch zu den Menschen, die den Wein trinken: Die sollen schliesslich auch daran hängenbleiben! Wo gibt es diesen Wein? Chester Osborn: Wir haben das noch nicht umgesetzt. Es gab einen tollen Entwurf für das Etikett. Das 0 von Love war ein Peace-Symbol, das V war ein Herz. So im Stil von 1968, den Hippies. Das haben wir der amerikanischen Behörde vorgelegt, die das genehmigen musste. Am nächsten Tag kam eine dringende Mail: No! "Ihr Etikett hat eine Message, die wir unseren Verbrauchern nicht weitergeben möchten", hiess es sinngemäss. Ein Fall van Zensur? Chester Osborn: Erst habe ich das auch nicht kapiert. Später habe ich mal mit einer Mitarbeiterin der Behörde gesprochen. Als sie das Logo sah, wusste sie sofort Bescheid: Ein Herz bedeutet in den USA Gesundheit. Man darf auf einem Weinetikett nicht mit Gesundheit werben. Das hätten die mir ja auch sagen können. Sehen Sie nicht die Gefahr, dass die Leute sich den Namen, aber nicht mehr den Erzeuger merken? Chester Osborn: Das stimmt, das passiert auch oft. Viele sagen: Ach, d'Arenberg kenne ich eigentlich nicht. The Dead Arm Shiraz, klar, den ken ich! Dann sind sie ganz überrascht, dass der von uns ist. Aber das macht nichts. Hauptsache, sie kaufen den Wein!
In Europa heisst es oft, die ganzen Bezeichnungen seien zu kompliziert. Verwirren so viele Namen nicht?
Chester Osborn: Nein, so lange die Namen leicht zu merken und zu assoziieren sind, sehe ich da kein Problem. Auf dem Rückenetikett ist ieder Name erklärt, da hat man immer etwas zu erzählen. Das prägt man sich ein. In England gibt es zum Beispiel viele Pubs mit witzigen Namen: The Drunken Fish oder so. Alkohol und lustige Namen gehörten schon immer irgendwie zusammen. Die Leute gehen doch am liebsten in die Pubs mit lustigen Namen. Europäische Namen sind oft viel zu lang, für Engländer jedenfalls.
Weingut Reichsrat von Buhl, wer kann das im Ausland richtig aussprechen? Aber wie unterscheidet man zwischen dem Basis- und dem, pardon, Premiumwein van d'Arenberg? Chester Osborn: Unser Basiswein ist der Stump Jump, nach einem speziellen Pflug, mit dem man früher, als man mit Pferden pf1ügte, Baumstümpfe im Boden einfach überspringen konnte, ohne erst das Pferd auszuspannen. Mein Vater hat ja noch lange Pferde für die Arbeit im Weinberg benutzt. Wenn die Leute mit dem Stump Jump anfangen, wollen sie auch nach und nach die anderen lustigen Namen kennen lernen. Das werden dann d'Arenberg-Drinkers. Die wissen schon, welchen unserer Weine sie für besondere Gelegenheiten brauchen. Wir bieten für jeden Anlass den richtigen Wein. Geht es Ihnen wie den Autobauern, die jedes jahr ein neues Modell vorstellen müssen, nur damit sich die Käufer nicht langweilen? Chester Osborn: Sicher, wir müssen immer gute Weine machen, modern und frisch. Aber die Konsumenten finden d'Arenberg interessant. Auch die älteren Namen werden nicht langweilig. Ich habe jedenfalls kein Problem, die zu verkaufen. Der Laughing Magpie ist übrigens entstanden, weil wir zwischen dem Footbolt (kijk de aparte beschrijving) und dem Dead Arm nichts hatten. Nur Trauben waren da, die wir bezahlen mussten. Wohin damit? Wir brauchten einfach noch ein Produkt dazwischen, um die Traubenlieferanten zu bezahlen. Da wir nur soundsoviel Dead Arm verkaufen können, haben wir den Laughing Magpie gemacht. Das nützt auch dem Dead Arm, denn für den haben wir dann nur noch die allerbesten Trauben genommen.
Liegt Ihr Erfolg vielleicht an diesen Namen?
Chester Osborn: Bestimmt haben die Namen uns dabei geholfen. Sie machen einen Wein übrigens auch wertiger und eben lustiger. Wenn das so gut funktioniert, warum machen das andere nicht nach? Chester Osborn: In Australien fangen die Leute langsam damit an. Manche sind auch schon ganz gut. Andere haben noch langweilige Namen oder Nummer. Aber es funktioniert. Wichtig ist nicht die Bedeutung des Namens, sondern der Bezug zur Persönlichkeit des Wens. INTERVIEW: ROLF KLEIN ZUR PERSON Chester Osborn, Jahrgang 1962, studierte im renommierten Roseworthy College Oenologie (Abschluss 1983). Nach Stationen bei Tulloch und Château Reynella sowie einem Europaaufenthalt (darunter auch Deutschland) übernahm er 1985 die Leitung des Kellers im d'Arenberg Estate seines Vaters Francis "d'Arry" d'Arenberg Osborn. Mehrere Auszeichnungen als "Winemaker of the Year" etc. (siehe die Biographie unter www.darenberg.com.au, wo auch alle Weinnamen erklärt sind). Das Weingut im McLaren Vale wurde van Chesters Urgrossvater Joseph Osborn 1912 gegründet. Es werden 160 Hektar bewirtschaftet, dazu van rund 60 Hektar Trauben zugekauft.
´Footbolt´ war der Name des Rennpferdes, das Joseph Rowe Osborn, der Gründer des Weingutes d´Arenberg, um die Jahrhundertwende erworben hatte, und welches das eingesetzte Kapital nach sechs erfolgreichen Rennen schnell wieder eingebracht hatte.
Ebenfalls um die Jahrhundertwende wurden auch die ersten Shirazreben auf den heute zu d´Arenberg gehörenden Weinfeldern angepflanzt und Teile dieser Rebstöcke tragen noch immer zur Erstellung dieses Weines bei. Die tief purpurne Farbe diese Weines deutet auf die Shiraztraube hin, wie auch die Brombeer- und Fruchtaromen, welche von pfefferig würzigen Düften begleitet werden. Zurückhaltender dann der Geruch von dunkler Schokolade und einem Hauch von Zimt. Auf der Zunge sind wieder die Früchte im Vordergrund, vor allem Pflaumen, schwarze Johannis- und Brombeeren. Mitunter ist auch die dunkle Schokolade deutlich zu schmecken. Es folgt ein langer, samtener Abgang mit schön eingebunden Tanninen, der vor allem durch die Nutzung älterer Holzfässer, bei denen die scharfen Eichentöne schon abgemildert sind, erreicht wird. Das Lagerpotential von fünf Jahren wird der Wein nur selten erleben, da er schon in der Jugend hervorragend mundet d'Arenberg The Peppermint Paddock Sparkling Chambourcin
McLaren Vale Australien / Australia Eine Tatsache, die das d´Arenberg Weingut schon seit fast 100 Jahren auszeichnet, ist die Bereitschaft zu experimentieren. Ein Beispiel dafür ist der Peppermint Paddock Sparkling Chambourcin, denn dieser Sekt wurde erstmalig 1996 hergestellt. Und wer bei einem roten Sekt an die mitunter aufdringlich süßen Sekte aus Osteuropa denkt, der wird Überrascht sein, welche Köstlichkeit sich aus roten Trauben herstellen läßt! Beim Einschenken ins Glas begegnet uns ein dunkel purpurfarbener Wein, dessen moussierender Schaum fast lila scheint. Schon dieser Anblick ist ein Genuss! In der Nase ist ein Hauch von schwarzer Johannisbeere wahrzunehmen, untermalt von Zimtaroma. Auf der Zunge schmecken wir Himbeere und weitere süße Früchte, die in einem angenehmen Zusammenspiel mit auffälliger Säure und feinen Tanninen steht. Schaumweine sollten nach der Flaschenabfüllung nicht zu lange lagern, aber das gut ausbalancierte Spiel der Säure und der Tannine erlaubt einen Genuss bis 4 Jahre nach der Ernte. Nederlandse beschrijving: D’Arenberg, McLaren Vale Australië: D’Arenberg heeft een lange historie. In 1912 kocht de eerste generatie Osborn 78 hectare Miltonwijngaarden in een gebied dat tegenwoordig McLaren Vale heet. In 1959 werd voor het eerst gebruik gemaakt van het inmiddels zo kenmerkende etiket met de schuine rode streep eroverheen, dat vervolgens altijd het handelsmerk van d’Arenberg is gebleven. In diverse wijngaarden wordt een grote verscheidenheid aan druivensoorten verbouwd, zoals Shiraz, Grenache, Mourvèdre, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot en Tempranillo voor rode wijnen en Chambourcin, Viognier, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Marsanne voor witte wijnen. Het bedrijf heeft zich in de loop der jaren veelvuldig gewaardeerd gezien met internationale onderscheidingen voor zowel het bedrijf als zijn wijnen. | |||
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™DeWeinschenker2004 |