De Weinschenker

Flessen vormen

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form follows function?
Heeft u wel eens nagedacht welke factoren u kunnen beïnvloeden bij het kiezen van een onbekende wijn? De soort, het oogstjaar, het aanbouwgebied en niet het op het laatst de fles zelf: het oog drinkt mee!
Groß und schlank, klein und gedrungen, braun, weiß oder antikgrün, klar oder satiniert: Worin der Winzer seine besten Tropfen unters Volk bringt, muss er sich gut überlegen. Die Zahl unterschiedlicher Flaschen ist groß, die Wirkung seiner Wahl ebenfalls.
Denn der Verbraucher verbindet mit den Farben und Formen der Flaschen meist auch ganz bestimmte Vorstellungen und die beeinflussen seine Kaufentscheidung erheblich.
Glas gehörte schon früh zu den Materialien, aus denen man Aufbewahrungsbehälter herstellte. Obwohl schon die Römer die Kunst des Glasblasens nach Europa brachten, blieb man bis ins 17. Jahrhundert bei Tongefäßen, Holzfässern und Amphoren, um Wein aufzubewahren und zu transportieren. Das hatte viele Nachteile: Die Größen waren unterschiedlich, die Gefäße waren unhandlich, und die Weine konntcn darin nur unzulänglich reifen.
Schlegel fles
Schlegelflasche
D
ie elegante, schlanke Flasche mit dem langen Hals ist in Deutschland am weitesten verbreitet.
Die Farben variieren zwischen braun und grün.
Vor allem die Rheinweine wurden um die Jahrhundertwende in Schlegelflaschen abgefüllt.
Mit einer entsprechenden Ausstattung wirken die Flaschen sehr elegant.
Bourgogne fles
Burgunderflasche
E
in kurzer Hals, abfallende Schultern und eine dickbauchige Form kennzeichnen diese traditionelle Flasche. Wie der Name sagt, stammt sie aus Burgund und wird international in erster linie zur Vermarktung van Burgunderweinen verwendet. In Deutschland greifen var allem die Ahr-Winzer gerne zur Burgunderflasche.
International hat sie sich als typische Flasche für Chardonnays etabliert. Dann wählen die Winzer meist die typische Farbe feuille morte (Herbstlaub).
Die Gründe waren allerdings simpel: Glas war zum einen für die meisten Menschen unerschwinglich, zum andern konnten durch reine Handarbeit Flaschen in ausreichender Menge nicht produziert werden. Im 17. Jahrhundert änderte sich das. Die Technik war nun so weit ausgereift, dass bis zum Ende des Jahrhunderts Glasflaschen in Hülle und Fülle hergestellt werden konnten - zumindest für die wohlhabenden Schichten.
Mit heutigen Formen haben die ersten Flaschen kaum Ähnlichkeit. Kugelige Körper und Hälse, Ballonflaschen mit Weidengeflecht zum Schutz vor Zerstörung, später zwiebelförmige Flaschen mit kurzen Hälsen, das alles ohne einheitliche Größen, mit einem dicken Wulst am Hals zum Festbinden der Verschlüße mit dicken Wänden und daher ziemlich schwer. Diese Formen hatten einen weiteren Nachteil: Sie ließen sich nicht stapeln. Für Weinliebhaber ein erhebliches Manko.
Bordeaux fles
Bordeauxflasche
S
ie gilt inzwiscchen klassische Rotweinflasche und ist wohl am meisten verbreitet.
Mit ihrer zylindrischen Form und den "breiten Schultern" wirkt sie fast antik und bietet vor allem in der Lagerung enorme Vorteile.
Sie wird in allen Farben von braun über grün für Rotweine bis hin zu klarem Glas für Weißweine hergestellt.
Mit ihr verbinden Weintrinker trockene Weine mit internationalem Anspruch.
Champagne fles
Champagnerflasche
D
ie Champagnerflasche hat sich inzwischen für Schaumweine aus aller Welt etabliert.
Die dicken Wände garantieren, dass die Flasche dem Druck im Innern der Flasche (sechs Atü) während und nach der zweiten Gärung stand hält.
Der Hohlraum im Flaschenboden hat praktische Gründe: Im Rüttelpult, wenn die Flaschen übereinander hängen, passt der Kopf der oberen Flasche in den Boden der unteren.
Denn in Glasflaschen konnte Wein nun plötzlich auch lange Zeit aufgehoben und daher gelagert werden. Winzer und Kenner entdeckten dabei, dass die Lagerzeit die sich entfaltenden Qualitäten der guten Tropfen zum Vorschein brachte, die bisher verborgen geblieben waren.
Also mussten stapelbare Flaschen her. Die bauchigen und ballonförmigen Flaschen verschwanden deshalb und die so genannte Walzenform, der Vorläufer der heutigen Bordeauxflasche, eroberte den Markt.
Die etwas eckige Flasche, deren Form sich noch heute in den Clavelin, den typischen Flaschen des französischen Jura findet, ließ sich nun besser liegend lagern und transportieren und konnte sich deshalb durchsetzen. Dass auf diese Weise auch der Lagerplatz besser genutzt werden konnte, war ein weiterer positiver Effekt dieser Entwicklung.
Elzasser fles
Elsässer Flöte
S
ie hat ihren Ursprung in der Schlegelflasche, ist allerdings höher und schlanker und wirkt dadurch noch eleganter als ihr Vorbild.
Vor allem im Elsass, wo sie meist in grüner Farbe zum Einsatz kommt, ist die 'flûte d'alsace' verbreitet, aber auch in anderen französischen Regionen, Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Boksbeutel fles
Bocksbeutel
D
er Bocksbeutel ist eine der bekanntesten Sonderformen. Die so genannte "Flachkugelflasche", eine abgeplattete, bauchige Flasche mit kurzem Hals, darf in Deutschland ausschließlich in Franken sowie in Tauberfranken (gehört zu Baden) verwendet werden und steht für gehobene Weine. Namen und Form verdankt sie dem Volksmund nach dem Umstand, dass sie dem Hodensack des Ziegenbocks nachempfunden ist.
Lange Zeit war die uneinheitliche Größe der Flaschen ein Problem. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war es deshalb verboten, Wein flaschenweise zu verkaufen - zu oft wurden die Kunden dabei über den Tisch gezogen. Wein gab es nach Maß, dann erst wurde er in Flaschen gefüllt.
Stammkunden und Gastronomen besaßen übrigens ihre eigenen Flaschen. Die bekamen bei der Herstellung ein Siegel des Besitzers aufgebrannt und blieben so erkennbar.
Erst seit 1970, als von der EG eine Normgröße van 0,75 Litern festgelegt wurde, gibt es eine einheitliche Flaschengröße. Daneben existieren natürlich Sondergrößen: 0,375 Liter für Süßweine, 0,5-Liter- und 1-Liter-Flaschen für den Ausschank. Einheitliche Flaschenformen gibt es bis heute nicht. Im Gegenteil. Neben den vier Grundformen - Bordeaux-, Burgunder-, Schlegel- und Champagnerflasche - entstanden unzählige regionale Flaschenformen.
Dazu bevölkern Designerflaschen die Regale und buhlen um die Aufmerksamkeit der Kunden. Dennoch: Die meisten Weine werden nach wie vor in klassischen Flaschen gefüllt und vermarktet.
Doch um erfolgreich zu sein, muss eine Flasche nicht nur im Regal auffallen; sie muss außerdem auf dem Tisch ein gutes Bild abgeben, sich beim Anfassen gut anfühlen und dem Kunden ein rundherum genussvolles Erlebnis ermöglichen. Dass der Wein in der Flasche auch noch gut schmecken muss, versteht sich van selbst
Port fles
Portweinflasche
D
ie gedrungene Flasche mit den runden Schultern und dem geblähten Hals wird weltweit für Likörweine verwendet.
Das dunkle, UV-resistente Glas schützt vor Lichteinfall.
Keulenflasche
I
n ihrer Form erinnert sie tatsächlich an die Keulen beim Kegelspiel.
Man trifft auf diese Form vor allem in der Provence, wo Roséweine darin abgefüllt werden.
In abgewandelter Form ist sie auch für den italienischen Verdicchio dei Castelli di Jesi zu finden. Die so genannte 'Sachsenkeule' (Bild) ist eine typische Flaschenform für sächsische Weine.
Nicht nur die Form der Flasche beeinflusst die Weintrinker, auch die Farbe ist van Bedeutung. Die Verbindung van Farben mit bestimmten Attributen des Weines ist erstaunlich: Wein in braunen oder grünen Schlegelflaschen attestieren die Weintrinker ein billiges süßliches oder säuerliches Image.
Weiße Tropfen aus klaren oder satinierten Flaschen versprechen dem Kunden Frische undFruchtigkeit. Die Flaschenform spielt dabei ebenfalls eine große Rolle. Schlegelflaschen stehen beim Verbraucher für deutsche Weine, Bordeauxflaschen sind zwischen die gängigste Form und repräsentieren einen trockenen Wein mit internationalem Anspruch.
Als Standardfarben gelten heute grün, braun und weß, dazu gibt es antikgrün, antikblau, lichtgrün und royalblau, feuille morte, die Farbe des Herbstlaubs. Sie kommt zumeist bei Burgunderflaschen zum Einsatz, in denen Chardonnay abgefüllt wird.
Dunkle Farben mögen zwar manchmal altmodisch wirken, haben aber ihren Sinn: Sie schützen den Wein vor Licht, das dem Geschmack schadet. Deshalb sollten in klare Flaschen nur Weine gefüllt werden, die schnell konsumiert werden. K.B.ww
Chateneuf fles
Chateneuf du Pape
D
ie Flaschen der Appellation Chäteauxneuf-du-Pape haben in jüngster Vergangenheit Relaunch erfahren.
Sie sind eine Variation der Burgunderflasche und erhalten ihre Typizität durch die Reliefprägung auf der oberen Flaschenhälfte.
Clavelin
D
iese Flasche ist eine seltene und regional auf die Cötes-du-Jura begrenzte Flaschenform und -größe.
Die leicht eckig wirkende Flasche fasst 0,62 Liter.
Diese ungewöhnliche MaßBeinheit ist das Ergebnis der Herstellungsart des so genannten Vin Jaune.
Während seiner sechsjährigen Reife verliert er durch Verdunstung 0,38 Liter Grundwein.
Albeisa
iese Flaschenform wurde in den 1970er Jahren für Weine aus Alba (Piemont) entwickelt.
Typisch sind der längere Hals und die breiten Schultern.
Für die DOCG-Rotweine Barolo und Barbaresco ist die Verwendung dieser Flaschenform vorgeschrieben.
Fiasco
W
er kennt nicht die dickbauchigen, mit Bast umwickelten Flaschen, in denen man früher billigen Chiantiwein kaufen konnte.
Inzwischen haben sich die anspruchsvollen Qualitäten des Chianti zu tanninreichen und lange
Lagerfähigen Rotweinen entwickelt, die daher auch nicht mehr in der typischen Chianti Fiasco-Flasche sondern in braunen Bordeaux flaschen abgefüllt werden.
Flaschengrößen:
Single ist eine 1/2 Flasche à 0,75 Liter
Familia ist eine Literflasche
Magnum entspricht 2 Flaschen à 0,75 Liter
Doppelmagnum entspricht 4 Flaschen à 0,75 Liter
Jeroboam entspricht 6 Flaschen à 0,75 Liter
Impériale oder Methusalem entspricht 8 Flaschen à 0,75 Liter
Salmanazar entspricht 12 Flaschen à 0,75 Liter
Balthazar entspricht 16 Flaschen à 0,75 Liter
Nebukadnezar entspricht 20 Flaschen à 0,75 Liter
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